• Andrea Dietz

Gone Girl von Gillian Flynn

Aktualisiert: 15. Feb 2020

Inhalt


Amy Elliot Dunne verschwindet an ihrem 5. Hochzeitstag spurlos aus ihrem Haus. Im Wohnzimmer werden Spuren eines Kampfes entdeckt, in der Küche hat jemand eine große Menge Blut entfernt. Der Hauptverdächtige ist ihr Ehemann Nick Dunne. Es gibt einige Hinweise, die für ihn als Täter sprechen, doch er bestreitet dies. Zunächst hat er noch seine Schwester und seine Schwiegereltern, die ihn unterstützen und von seiner Unschuld überzeugt sind. Nach und nach tauchen aber weitere, erdrückende Beweise auf, die auch seine treusten Unterstützer zum Zweifeln bringen. Wird der Druck der Polizei und der Medien so groß werden, dass Nick Dunne seine Tat gesteht, wird man die Leiche finden oder lebt Amy vielleicht doch noch?


Meinung


Gone Girl war für mich ein absolut spannender Thriller. Man ist sich die ganze Zeit bewusst, dass mehr hinter der Geschichte stecken muss, weiß aber nie was genau das sein wird, bis wieder eine überraschende Wendung den Verlauf der Geschichte grundlegend ändert. Die Story wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen erfährt man das aktuelle Geschehen nach dem Verschwinden von Amy Dunne aus der Sicht von Nick, dem tatverdächtigen Ehemann. Zum anderen wird in Tagebucheinträgen von Amy aus ihrer Vergangenheit berichtet bis sie schließlich in der Gegenwart ankommt und ebenfalls die aktuellen Ereignisse aus ihrer Sicht beschreibt. Im Laufe der Geschichte wird deutlich, dass der Leser nicht von Anfang an die absolute Wahrheit erfährt, sondern praktisch mitten in den Fall verwickelt wird. Dies hat zur Folge, dass man sich nie sicher ist auf wessen Seite man steht. Sowohl Nick als auch Amy haben eine sehr sympathische Seite, aber beide präsentieren auch Fehler, die sie sehr unsympathisch machen. Nick beispielsweise hat bereits seit über einem Jahr eine Affäre mit einer wesentlich jüngeren Frau. Dies verrät er dem Leser aber erst nach einiger Zeit, wobei bereits früh angedeutet wird, dass hier etwas im Busch ist. Nick bekommt nämlich immer wieder Anrufe auf einem Wegwerfhandy, die er nie annimmt, sondern immer wegdrückt. Mehrmals betont er, dass er das Handy endlich los werden will. Diese Andeutungen lassen nicht sofort auf eine Affäre schließen, halten die Spannung hoch und lösen sich schließlich in einer überraschenden Wendung auf. Wenn man dann im weiteren Verlauf erfährt, an welchem Punkt die Ehe zwischen Nick und Amy bereits war, kann man ein bisschen besser verstehen, warum er seine Frau betrogen hat und schon sympathisiert man wieder ein Stückchen mehr mit ihm. Dieser geschickte Aufbau der Handlung macht die Geschichte unglaublich spannend. Man möchte immer weiter lesen und die Wahrheit erfahren.


Fazit



Alle Däumchen hoch!

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